

Als kleines Team haben wir 1989 einen 1,2 ha terrassierten Rebberg erschaffen und 4200 Rebstöcke gepflanzt. Wir wollten nebst der normalen Qualitätsvinivizierung ein Nischenprodukt finden. So kamen wir zur Spezialität «Eiswein». Unser Ziel war weit entfernt und wir mussten mit viel Geduld Erfahrungen sammeln.
In der Nacht des 28. November 1993 war es soweit. Beat, unser Rebmeister und viele Heinzelmännchen als Helfer trugen die gefrorenen Pinot Noir Trauben bei eisiger Kälte von minus 8 º Celsius ein. Mit Stirnlampe ernteten wir die Kostbarkeit und pressten die Trauben sofort ab.
Eiswein herzustellen ist keine Trödelei. Schnell muss alles Hand in Hand gehen, damit die Trauben gefroren bleiben. Es braucht circa 1,5 Tonnen Trauben, um 300 Liter dieses köstlichen Konzentrats zu erhalten. Je tiefer der Frost, umso stärker wird das Wasser aus der Traube herausgezogen und friert an der Beerenhaut fest. Eisweine haben hohe Oechslegrade, hohen Extrakt und hohe Säureanteile, da sich die Säure mitkonzentriert. Also ganz das Gegenteil aus edelfaulen Beeren gekelterten Auslesen.
Man bedenke, dass ab minus 7 º Celsius jeder weitere Kältegrad den Most um je 10 º Oechslegrade anreichert.
Seit 1993 mit Ausnahme einiger Jahrgänge ist es uns gelungen, Ernten mit natürlichen Zuckergehalten von 124 bis 208 º Oechslegrade zu vielversprechenden lang haltbaren Weinen zu keltern. Eiswein herzustellen ist mit viel Geduld und Verstehen der Materie verbunden. Die Ausbeute einer Ernte entspricht ca. 15 – 20 % eines normalen Ertrages.
STELLT DEN TRIUMPH DES WILLENS ÜBER DIE VERNUNFT DAR...
Unsere Weltsensation – Der Millenniums-Wein – Der Wein fürs neue Jahrtausend

